WAFFENRUHE: letztmalig sicheres Geleit aus Debalcevo


Der Widerstand hat soeben wohl zum letzten mal den eingekesselten ukra-faschistischen Truppen im Debalzevo-Kessel freien und sicheren Abzug angeboten, wenn sie ihre Waffen niederlegen und ihre Kriegstechnik zurück lassen. 


Auf Grund der weiter anhaltender Sticheleien, Provokationen und gewaltsamer Ausbruchsversuche der Regime-Truppen, kann es im Kessel nicht weiter so gehen und der Debalzevo-Kessel muss jetzt "aufgelöst" werden!

 

 

 

TROTZDEM......

Waffenruhe hält - mit Ausnahmen

Kann durch die Waffenruhe in der Ukraine der Konflikt entspannt werden? Die Bilanz bisher ist positiv. Weitgehend schweigen die Waffen auf beiden Seiten. Der Friedenswille wird weiter auf Probe gestellt - denn nun soll eine Pufferzone eingerichtet werden.

Fast überall ruhen in der Ukraine die Waffen - nun soll eine Pufferzone eingerichtet werden.

Die Waffenruhe im Kriegsgebiet Ostukraine hat Hoffnungen auf eine allmähliche Entspannung im Konflikt zwischen der prowestlichen Führung in Kiew und prorussischen Separatisten genährt. Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bestätigten in Kiew, die Feuerpause habe bislang gehalten - mit einigen Ausnahmen vor allem im strategisch wichtigen Ort Debalzewe. "Wir hören vereinzelt Geschützfeuer, aber insgesamt scheint die Waffenruhe zu funktionieren", erklärt n-tv Reporter Dirk Emmerich aus dem Konfliktgebiet um Debalzewe.

Nach eigenen Angaben sind die ukrainischen Streitkräfte seit dem offiziellen Beginn der Waffenruhe 60 Mal Ziel feindlichen Beschusses geworden. Schwerpunkt der Kämpfe sei weiterhin die Stadt Debalzewe, sagte ein Militärsprecher. Die prorussischen Rebellen hätten Stellungen der Armee mit unterschiedlichen Waffen, darunter Grad-Raketen, beschossen. Drei Mal hätten die Separatisten zudem versucht, das fünf Kilometer östlich von Debalzewe liegende Dorf Tschornuchin einzunehmen, sie seien jedoch stets von der Armee zurückgedrängt worden.

Der Armeesprecher sagte, die ukrainischen Truppen setzten ihre Artillerie nicht ein und würde lediglich Angriffe abwehren. Insgesamt seien die Kämpfe deutlich zurückgegangen, fügte Stelmach hinzu. Rund um die von der Regierung gehaltene Hafenstadt Mariupol gebe es gar keine Gefechte mehr.

Als nächsten Schritt sollen Militär und Separatisten in den kommenden Tagen ihre schweren Waffen hinter eine Trennlinie zurückziehen, um eine Pufferzone zu bilden. Die ukrainische Armee bereitet den Abzug nach eigener Darstellung bereits vor. Die Geschütze müssten aber gleichzeitig mit den Waffen der Separatisten abgezogen werden, hieß es. Von einem "Test für den Willen zum Frieden" war die Rede.

Vierer-Gespräche am Telefon

Die Waffenruhe wird von diplomatischen Kontakten auf höchster Ebene begleitet. Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande appellierten eindringlich an alle, sich an das Minsker Abkommen zu halten. Sie hatten beim Beschluss der Kampfpause vergangene Woche in der weißrussischen Hauptstadt vermittelt, an dem auch Kremlchef Wladimir Putin beteiligt war.

Merkel und Hollande telefonierten erneut sowohl mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko als auch mit Putin. Weitere Telefonkonferenzen seien in Kürze geplant, hieß es - auch im direkten Vierer-Format. "Der Friedensprozess steht unter schweren Vorbehalten, besonders wegen der Situation um Debalzewe", warnte Poroschenko. In Militäruniform erteilte er den Truppen vor laufenden Kameras den Befehl, die Kämpfe einzustellen.

Die Lage um den Verkehrsknotenpunkt Debalzewe ist heikel, weil dort nach Darstellung der Separatisten Tausende ukrainische Soldaten eingekreist sind, was Kiew aber nicht bestätigt. US-Präsident Barack Obama äußerte in einem Telefonat mit Poroschenko seine Sorge über die Lage in Debalzewe. Sollte die Waffenruhe nicht halten, drohte Poroschenko mit dem Kriegsrecht. Dem müsste das Parlament zustimmen.

Sonntag, 15. Februar 2015

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