Ukrainisches Parlament steuert auf großen Krieg zu

Der jüngste Appell des ukrainischen Parlaments, Russland als einen „Aggressorstaat“ einzustufen, resultiert aus dem Wunsch der Kiewer Behörden, an der Macht zu bleiben und den militärischen Konflikt im Donbass zu vertiefen. Das sagte der Politologe Alexander Formantschuk am Dienstag in der Krim-Hauptstadt Simferopol.

„Dieser Beschluss der Werchowna Rada wurde unter dem Einfluss von US-Strategen gefasst und zeugt von der Absicht der US-Führung, Russland als Aggressor abzustempeln und Moskau mit Hilfe von Sanktionen weiterhin unter Druck zu setzen“, sagte der Experte von der Krimer Abteilung des Instituts für soziale, wirtschaftliche und politische Studien, der zugleich stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaftskammer der RepublikKrim ist.

„Es handelt sich um die Entfesselung eines offenen Krieges gegen Russland. Dabei ist die Ukraine bereit, die Verpflichtungen einer kriegführenden Seite zu übernehmen. Strategisches Ziel Washingtons besteht darin, soziale Spannungen in Russland zu schüren und einen Machtwechsel in dem Land zu erwirken.“

 

„Unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Position der ukrainischen Machthaber wird die Krise in der Ukraine unweigerlich weiter eskalieren. Wie absurd sich der Beschluss der Werchowna Rada auch ausnehmen mag, darf er auf keinen Fall bagatellisiert werden. Der Hass der Ukrainer gegenüber Russland ist besorgniserregend. Zugleich ist dieser Hass die einzige Ressource, die die Staatlichkeit der Ukraine in ihrer jetzigen Form noch erhalten hilft. Eine beliebige Lösung des Konflikts würde einen Machtwechsel nach sich ziehen.“

Formantschuk schließt auch Provokationen der ukrainischen Behörden gegenüber der Krim nicht aus, hält zugleich eine direkte militärische Invasion der Halbinsel für wenig wahrscheinlich. „Das wäre ein wahnsinniges Unterfangen, das mit militärischer Niederlage und mit der Spaltung der Ukraine zu Ende gehen würde.“ Nach Formantschuks Prognose werden die ukrainischen Machthaber den Westen um verstärkte Waffenlieferungen ersuchen und die militärische Präsenz an der Grenze zu Russland, darunter zur Krim, ausbauen.

Quelle: http://de.sputniknews.com/

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