Flugzeugunglück in Südfrankreich

DER SCHNELLE ÜBERBLICK

Das ist passiert:

  • Den Absturz des Germanwings-Airbus A320 in Südfrankreich hat offenbar keiner der 144 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder überlebt.
  • An Bord waren 72 Deutsche, darunter 16 Schüler und zwei Lehrerinnen aus Haltern in NRW.
  • Die Staatsanwaltschaften in Marseille und Düsseldorf ermitteln.

Die Unglücksmaschine war nach Informationen der Website "Airfleets.net" am 6. Februar 1991 an die Lufthansa ausgeliefert worden. Zwischenzeitlich war der Jet mit der Kennung D-AIPX unter dem Städtenamen "Mannheim" unterwegs. Seinen Jungfernflug hatte das Flugzeug am 29. November 1990. Ein Alter von 24 Jahren ist zwar durchaus fortgeschritten, aber nicht ungewöhnlich in der zivilen Luftfahrt. Warum die Maschine abstürzte, ist bisher unklar. Genaueres können Experten üblicherweise erst sagen, nachdem sie das Wrack untersucht und den Flugschreiber sowie den Stimmenrekorder aus dem Cockpit ausgewertet haben.

Wie verunglückte das Flugzeug?

Der Airbus A320 mit der Flugnummer 4U-9525 startete leicht verspätet um 10.01 Uhr in Barcelona mit dem Ziel Düsseldorf. Um 10.45 Uhr erreichte die Maschine ihre Reiseflughöhe von rund 12.000 Metern. Schon etwa eine Minute später ging das Flugzeug in einen Sinkflug. Um 10.53 Uhr verschwand die Maschine vom Radar, als sie sich in einer Höhe von nur noch rund 2000 Metern befand. Während des Sinkflugs gab es offenbar keine Kommunikation zwischen der Flugsicherung und der Crew. Die Piloten setzten nach Angaben der französischen Flugaufsicht auch keinen Notruf ab.

Ein französisches Mirage-2000-Kampfflugzeug hat laut Medienberichten noch nach dem abgestürzten Airbus A320 gesucht, als der Kontakt mit der Germanwings-Maschine abgebrochen war. Das Militärflugzeug sei dem Reglement entsprechend in Orange aufgestiegen, berichtete der Sender BFMTV. Die Mirage 2000 habe aber keine Spur des gesuchten Flugzeugs gefunden.

Wo befindet sich der Absturzort?

Der Airbus ist in den französischen Alpen im Département Alpes-de-Haute-Provence etwa hundert Kilometer nördlich von Nizza abgestürzt. Nach Angaben der Rettungskräfte vor Ort zerschellte das Flugzeug auf 1500 Meter Höhe unter dem Massiv von Estrop im Tal von Blanche. Andere Quellen nannten eine geringere Höhe.

Wer sind die Opfer?

Unter den Passagieren des abgestürzten A-320 waren 16 deutsche Studierende

An Bord waren 150 Menschen: 144 Passagiere, zwei Piloten und vier Crewmitglieder. Germanwings-Chef Thomas Winkelmann sagte, es seien vermutlich 67 Deutsche an Bord gewesen. Das Auswärtige Amt konnte die Zahl noch nicht bestätigen, die Opfer müssten erst identifiziert werden. Zu ihnen zählten 16 Schüler und zwei Lehrer eines Gymnasiums im westfälischen Haltern, die auf dem Rückweg von einem Austausch waren. Nach Angaben der spanischen Regierung fanden sich auf der Passagierliste 45 Reisende mit spanischen Nachnamen.

Die Nationalitäten der Opfer seien noch nicht abschließend geklärt, sagte Lufthansa-Managerin Heike Birlenbach auf einer Pressekonferenz am Flughafen Barcelona. Auf der Passagierliste stünden nur deren Namen. Derzeit würden die Personalien der Angehörigen aufgenommen.

Die spanische Polizei hat in Barcelona unterdessen mit der Überprüfung der Videoaufzeichnungen vom Einstieg der Passagiere in die Unglücksmaschine begonnen, hieß es aus Polizeikreisen. Die Auswertung solle dazu beitragen, möglichst viele Details zu beschaffen, die Klarheit über das Unglück bringen könnten.

Wie werden die Angehörigen betreut?

Am Flughafen Barcelona werden die Angehörigen von einem Krisenstab betreut, mit Hilfe von Ärzten und Psychologen. Derzeit versucht der Krisenstab am Flughafen zu prüfen, ob und wann es möglich ist, Angehörige an den Ort des Absturzes zu bringen. "Die Witterungsbedingungen sind im Moment widrig", sagte Ignacio Rubio del Pino, Präsident des spanischen Luftverkehrsverbandes.

Auch am Flughafen Düsseldorf kümmerten sich am späten Dienstagabend weiterhin Betreuer um Hinterbliebene der tödlich verunglückten Fluggäste des Germanwings-Flugs. "Aktuell sind noch 16 in der VIP-Lounge", sagte ein Sprecher des Flughafens. Zeitweise seien etwa 45 bis 50 Menschen gleichzeitig betreut worden.

Germanwings plane einen Flug nach Südfrankreich, um den Angehörigen einen Besuches in der Nähe der Unfallstelle zu ermöglichen, sagte Airline-Geschäftsführer Thomas Winkelmann im "Heute Journal" des ZDF. In der Sporthalle des Alpenortes Digne sollten 800 Betten aufgebaut werden, berichtete die Zeitung "La Provence" in ihrer Online-Ausgabe.

Wie läuft die Bergung ab?

Die Absturzstelle ist nur sehr schwer zu erreichen. Sie befindet sich in einem steilen Gebirgsmassiv. Die Rettungskräfte werden nach Angaben der Gendarmerie von Helikoptern aus abgeseilt. Andere Rettungskräfte sollen zu Fuß zu den Trümmern gelangen. Die Bergung wird allerdings vorerst durch schlechtes Wetter beeinträchtigt: An der Absturzstelle dürfte es bald regnen oder schneien, sagte Gendarmerie-Chef David Galtier. Damit werde die Aufgabe erschwert, den Unglücksort für die Ermittlungen abzusichern.

Bei Einbruch der Dunkelheit mussten die von Frankreich eingesetzten zehn Helikopter die Suche am Absturzort für die Nacht einstellen. Sie sollten nach Sonnenaufgang ihre Flüge wieder aufnehmen, teilten die Behörden mit. Allerdings seien zuvor noch Beamte für die Nacht im Absturzgebiet abgesetzt worden, teilte die Gendarmerie mit - um die Unglückstelle zu bewachen.

Paris - Nach dem Absturz eines Germanwings-Flugzeugs in den französischen Alpen mit vermutlich 150 Toten wird Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch den Unglücksort besuchen. Merkel hatte am Dienstag zunächst alle Termine abgesagt, um sich über die Entwicklung auf dem Laufenden zu halten. Sie sei "tief erschüttert", hieß es.

Die Kanzlerin wird gemeinsam mit Frankreichs Staatschef François Hollande und Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy zur Absturzstelle in den französischen Alpen reisen.

Bereits am Dienstag waren Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und BundesverkehrsministerAlexander Dobrindt (CSU) zu der Unglücksstelle gereist. Steinmeier zeigte sich entsetzt über den Absturzort in Frankreich: "Vor Ort zeigt sich ein Bild des Grauens", sagte er am Dienstagabend. "Die Trauer der Familien und Angehörigen ist unermesslich. Wir müssen ihnen jetzt gemeinsam beistehen. Wir sind alle in großer Trauer vereint."

Steinmeier wurde am Unglücksort von französischen Sicherheitskräften gebrieft. "Ich danke im Namen der Bundesregierung dem französischen Innenminister, der Transportministerin Royal und allen französischen Einsatzkräften für ihren beispielhaften Einsatz", sagte er.

US-Präsident Barack Obama bot Merkel derweil in einem Telefonat seine Hilfe an. Der Absturz sei eine furchtbare Tragödie, sagte Obama. Die USA versuchten zudem herauszubekommen, ob auch Amerikaner an Bord des abgestürzten Flugzeugs gewesen seien, so der Staatschef.

Marseille - Die Staatsanwaltschaft von Marseille hat nach dem Absturz von Germanwings-Flug 4U-9525 Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen. Derzeit konzentriere sich die Justiz auf die Befragung von acht Zeugen, sagte Staatsanwalt Brice Robin. Genauere Angaben dazu machte er nicht.

"Es ist natürlich noch viel zu früh, um die Unfallursache zu benennen", sagte Robin dem Fernsehsender BFM TV. "Wir wissen nur, dass dieses Flugzeug sehr schnell an Höhe verloren hat und von 12.000 Meter Höhe auf 2000 Meter herabgesackt ist." Dieser Sinkflug sei bislang ebenso unerklärlich wie die Tatsache, dass es währenddessen keinen Funkkontakt mit dem Cockpit gab.

Ein Teil der Blackbox des Airbus A320 werde bereits in Paris ausgewertet. Dabei soll es sich um den Stimmenrekorder handeln. Der Flugschreiber wird derzeit noch in dem unwegsamen Absturzgebiet in den französischen Alpen gesucht. Das Trümmerfeld habe eine Fläche von ungefähr zwei Hektar. Staatsanwalt Robin hat für den Mittwochvormittag weitere Informationen angekündigt.

Die spanische Polizei prüft derweil Videoaufzeichnungen vom Einstieg der Passagiere in die Unglücksmaschine. Dies gehöre zu den Ermittlungen im Zusammenhang mit der Katastrophe, hieß es aus Justizkreisen. Die Auswertung der Sicherheitskameras solle dazu beitragen, möglichst viele Details zu beschaffen, die Klarheit über das Unglück bringen könnten.

Zuvor hatte bereits Frankreichs Premierminister Manuel Valls erklärt: "Keine Hypothese kann derzeit sicher ausgeschlossen werden." Deutschen Sicherheitsbehörden zufolge gibt es bislang aber keinen Hinweis auf einen terroristischen Anschlag. Auch das Weiße Haus in Washington geht von einem Unfall aus.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr rechnet mit raschen Erkenntnissen: "Ich gehe davon aus, dass wir sicherlich relativ schnell erste Informationen bekommen werden, was die Absturzursache wahrscheinlich war. Die detaillierte Auswertung wird dann länger dauern", sagte Spohr der ARD. Er sprach vom "schwärzesten Tag in der 60-jährigen Geschichte unseres Unternehmens". Dieses habe erstmals eine Maschine im Reiseflug verloren.

"Das Flugzeug war in hervorragendem technischen Zustand", versicherte der Lufthansa-Vorstandsvorsitzende. Über die Piloten der Unglücksmaschine sagte Spohr: "Wir hatten die Kompetenz im Cockpit, für die unser Unternehmen steht." Die Germanwings-Piloten würden auch bei Lufthansa ausgebildet und der Pilot habe mehr als 6000 Flugstunden gehabt, darunter den größten Teil im Airbus A320.

Die Bergungsarbeiten in der Nähe des Bergorts Seyne-les-Alpes wurden am Mittwochmorgen fortgesetzt. Rund 30 Gendarme der Hochgebirgseinheit brachen in der Nacht zum schwer zugänglichen Absturzort auf, außerdem hätten sich 65 Einsatzkräfte bereits am Dienstagabend auf den Weg gemacht, um einen Zugang zu Fuß zu finden, teilte die Polizei mit. Fünf Beamte blieben demnach über Nacht vor Ort. Bis die gesamte ausgedehnte Absturzstelle durchkämmt sei, werde es "mindestens eine Woche" dauern, sagte ein Sprecher der Gendarmerie.

Insgesamt waren nach Angaben von Germanwings 150 Menschen an Bord, unter ihnen 67 Deutsche. Zudem hatten auch Menschen aus Spanien, der Türkei, Großbritannien, Dänemark, Australien, Israel, Mexiko, Kolumbien, Japan und Argentinien den Flug von Barcelona nach Düsseldorf gebucht.

Am Mittwochnachmittag wird Angela Merkel am Unglücksort erwartet. Sie will die Absturzstelle zusammen mit Frankreichs Staatschef François Hollande und dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy besuchen. Bereits am Dienstag waren Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt zu der Unglücksstelle gereist.

Einen Tag nach dem Absturz des Germanwings-Jets in Frankreich hält das Unternehmen den Flugbetrieb mithilfe der Konkurrenz aufrecht. Neben dem Mutterkonzern Lufthansa stellen auch Air Berlin, TUIfly und andere Fluglinien zusammen elf Maschinen zur Verfügung, wie Germanwings am Mittwoch mitteilte. Einige Germanwings-Besatzungen seien wegen der Trauer und Betroffenheit nicht einsatzbereit. Die Mitarbeiter hätten zum Teil gute Freunde aus der verunglückten Crew verloren. Etwa 40 Flüge würden daher am Mittwoch von anderen Airlines bedient. Nur ein Flug müsste ausfallen. Bei der Lufthansa fallen laut einer Sprecherin keine Verbindungen aus diesem Grund aus.

Die Air-Berlin-Gruppe stellt mindestens drei Maschinen samt Besatzung zur Verfügung. Deutschlands zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft sowie ihre Ableger aus Österreich und der Schweiz, Niki und Belair, hätten dazu ihre Ersatzmaschinen losgeeist, wie ein Air-Berlin-Sprecher sagte. Es gälten die üblichen Konditionen für die Vermietung von Maschinen mit Besatzung. Dies habe Air Berlin auch bei den Pilotenstreiks im Lufthansa-Konzern so gehandhabt.

"Selbstverständlich helfen wir in diesen Stunden den Kollegen der Germanwings", sagte ein Sprecher der zum Reisekonzern TUI gehörenden Fluglinie TUIfly. Mindestens eine TUIfly-Maschine soll nun bei der Lufthansa-Tochter zum Einsatz kommen.

Keine Sicherheitsbedenken laut Piloten-Gewerkschaft

Nach der Katastrophe war es am Dienstag zu mehreren Flugausfällen gekommen. Germanwings-Chef Thomas Winkelmann erklärte, die Unternehmensleitung habe Verständnis für die Entscheidung der Piloten. Am Flughafen Düsseldorf fielen nach Angaben des Airport-Betreibers am Dienstag 24 Verbindungen von Germanwings aus, weil Crews nicht fliegen wollten.

Darauf, dass ein Teil des Personals es vorerst grundsätzlich ablehne, mit einer Maschine des verunglückten Typs zu fliegen, habe die Airline "keine Hinweise", sagte ein Sprecher. Bei der gestrichenen Verbindung handelt es sich ihm zufolge um einen Flug von London-Stansted nach Köln. Alle anderen Flüge würden stattfinden - schätzungsweise seien es zwischen 200 und 300. Der Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit, Jörg Handwerg, wies Spekulationen zurück, es gebe bei den Piloten Sicherheitsbedenken. "Das hat nichts mit der Sicherheit zu tun", sagte Handwerg im ARD-"Morgenmagazin". Es seien Kollegen und Freunde ums Leben gekommen. Dies belaste "emotional so stark", dass es besser sei, nicht in ein Flugzeug zu steigen.

Trotz des Absturzes der Germanwings-Maschine in Südfrankreich treten die meisten Passagiere der Airline ihren Flug an. "Uns liegen keine Hinweise auf nennenswerte Stornierungen vor", sagte ein Germanwings-Sprecher. Das gilt auch für andere - nicht betroffene - Fluggesellschaften. Auch Air Berlin verzeichnete nach eigenen Angaben keine auffälligen Stornierungszahlen.

Der Livestream ist beendet.

Angela Merkel ist in die Nähe der Unglücksstelle gereist und gibt vor Ort eine Pressekonferenz 

16.55 Uhr: Nun spricht Bundeskanzlerin Merkel."Es ist eine wahre Tragödie und der Besuch hier hat uns das Ausmaß vor Augen geführt", sagt die Bundeskanzlerin. "Nicht nur meine Gedanken sind bei den Opfern, sondern auch die Gedanken der Franzosen und ganz besonders die der Menschen in dieser Region."

16.57 Uhr: Merkel dankt den Menschen vor Ort für ihre große Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft, sie ist sichtlich bewegt."Ich wünsche vor allem all den Freiwilligen, die bereit sind, sich hier einzusetzen, viel Kraft - ganz egal ob sie aus Deutschland oder aus anderen Ländern kommen", sagt Merkel. "Es ist ein gutes Gefühl, dass wir in so einer schweren Stunde so eng beieinander stehen." Merkel spricht im Namen von Millionen von Deutschen ihren Dank aus.

("Es ist eine wahrhafte Tragödie, das hat uns der Besuch heute noch einmal vor Augen geführt", sagte Merkel. "Nicht nur meine Gedanken sind bei den Angehörigen und Freunden der Opfer, sondern die Gedanken der Franzosen und der Menschen in der Region." Diese leisteten mit unglaublichem Engagement Hilfe. Die Angehörigen und Freunde der Opfer seien willkommen, wenn sie an den Ort der Tragödie kommen wollten, sagte Merkel. Dafür sei alles vorbereitet. Man werde alles tun, um zu verstehen, was passiert sei - auch wenn das eine Weile dauern werde, weil die Absturzstelle in einem schwierigen geografischen Gebiet liege. Die Kanzlerin sprach Hollande im Namen Millionen Deutscher ihren Dank aus. Das sei gelebte deutsch-französische Freundschaft.)

16.59 Uhr:Merkel auf Französisch: "Merci beaucoup, et bon courage", "Vielen Dank und alles Gute"

17.00 Uhr: Nun spricht Spaniens Ministerpräsident Rajoy."Was passiert ist, ist das schlimmste, was in einem Menschenleben passieren kann", sagt Rajoy. "Wir möchten alle in ihrem Schmerz begleiten. Wir möchten Sie mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen. Wir werden alle zusammenarbeiten!"

Unter der Rufnummer 030/50003000 hat das Auswärtige Amt eine Krisen-Telefonnummer eingerichtet. Auch der Flughafen Düsseldorf (0800/7766350) und Germanwings (0800/11335577) bieten Hilfe an.

Die französische Untersuchungsbehörde BEA hat auswertbare Daten aus dem ersten Flugschreiber sicherstellen können. Es sei aber noch nicht möglich, irgendeine Erklärung für den Absturz zu geben, teilte die BEA in Paris mit. In ihrem letzten Kontakt hätten die Piloten des Airbus 320 eine Routine-Mitteilung gemacht.

BEA-Direktor Rémi Jouty sagte, trotz einiger Probleme sei es gelungen, eine nutzbare Audiodatei auszulesen - das sei "eine gute Nachricht". Es sei aber viel zu früh, Schlussfolgerungen aus den Stimmen und Geräuschen zu ziehen. Die Analyse daure an. Der Sprachrekorder sei am Dienstagnachmittag gefunden und versiegelt nach Paris gebracht worden. Am Mittwochvormittag um 9.45 Uhr sei die Box geöffnet worden.

In die Ermittlungen seien neben BEA-Experten auch Fachleute der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung eng eingebunden, ebenso wie Experten von Airbus und des Triebwerksherstellers General Electric, sagte Jouty. Die Ermittler seien in drei Teams aufgeteilt. Das erste kümmere sich um die Geschichte des Flugzeugs, insbesondere um Wartungen. Gruppe zwei sei für die Systeme an Bord zuständig, insbesondere die Auswertung der Flugschreiber. Und Team drei kümmere sich um die Betriebsbedingungen der Maschine während des Fluges.

Man sei derzeit nicht in der Lage, eine Erklärung oder Interpretation für den Verlauf des Fluges bis zum Absturz zu liefern und versuche, aus der Verteilung der Trümmer Rückschlüsse zu ziehen, sagte Jouty. Sicher sei lediglich: "Das Flugzeug ist bis zum Schluss geflogen", es habe keine Explosion gegeben.

Viele Fragen sind damit offen: Was genau ist zu hören? Sprachen die Piloten Englisch oder Französisch? Wie lange ist die Aufzeichnung? Sind bis zuletzt Stimmen zu hören? Falls ja: Was wird gesagt?

"Wir müssen Geduld haben"

Die Suche nach der zweiten Blackbox dauert an. Der Behälter, in dem sich der Datenschreiber befunden habe, sei gefunden worden, sagte Frankreichs Präsident François Hollande, aber nicht das Gerät selbst.

"Ich denke an die Familien, ihre Angehörigen und ich möchte im Namen Frankreichs an Angela Merkel und Mariano Rajoy unsere tiefsten Gefühle des Beileids ausdrücken", sagte Hollande auf einer Pressekonferenz. Er dankte allen Einsatzkräften - Feuerwehr, Polizei, Freiwilligen.

"Ich möchte Ihnen versichern, dass wir alles uns Mögliche tun werden, um den Familien der Opfer die Leichen zur Verfügung stellen zu können", sagte Hollande. Er sei bewegt, wie er sehe, wie die Leute zusammenstünden, um die Familien der Opfer zu empfangen. "Wir tun alles, um Licht in die Umstände dieser Katastrophe zu bringen." Das sei nicht einfach, auch die Analyse des Cockpit-Sprachrekorders nicht. "Wir müssen Geduld haben."

Hollande, Merkel und Rajoy in Seyne-les-Alpes:  Stellvertreter unseres Mitgefühls

Warum reisen Angehörige zur 4U9525-Absturzstelle? Warum pilgern Politiker zum Unglücksort, wieso entfachen wir einen RIPstorm im Internet? Weil wir auch in säkularen Zeiten Rituale der Trauer und Beruhigung brauchen.

Die Trauer der Hinterbliebenen von Flug 4U9525 ist unermesslich. Niemand kann sich anmaßen, ihren Schmerz zu kennen oder gar zu teilen. Und doch fühle ich mich ihnen nahe. Näher als den Betroffenen von geografisch weiter entfernten Katastrophen und Unglücken. Das ist nicht fair, aber es ist leichter, einen Bezug zu einem Ereignis herzustellen, von dem man sagt: Es hätte auch mich treffen können. Ich habe selbst schon oft in einem Flugzeug gesessen, das über die französischen Alpen flog, und ich weiß schon jetzt, dass mir vor dem nächsten Flug, egal wohin, mulmig sein wird. Man verlässt sich auf die Technik, die einen schnell an entlegene Orte bringt, und man spürt einen Kloß im Hals, wenn einem ein Unfall wie dieser die Fragilität der Konstrukte vor Augen führt, denen wir uns, jedes Risiko verdrängend, sorglos anvertrauen.

Was mache ich mit diesem Mitgefühl, was tun mit diesem Kloß des Unbehagens? Ich könnte mich in eines der virtuellen Kondolenzbücher eintragen, die es seit gestern gibt. Ich könnte mich auf meiner Facebook-Timeline mit Bekundungen meines Vor-den-Kopf-geschlagen-Seins erleichtern, Teil eines sogenannten RIPstorms werden. Ich gehe in milder Frühlingsluft fröstelnd an Gebäuden vorbei, an denen deutsche, französische, europäische Flaggen auf Halbmast wehen. Ich schreibe diesen Artikel.

Wie mir geht es vielen Kollegen, Freunden und Bekannten. Wir wollen irgendwohin mit diesem Gefühl der Herausgerissenheit aus unserer behaupteten Sicherheit. Wir klicken uns rastlos durch die News-Blogs und Live-Schalten vom Unglücksort, auf der Suche nach Erklärungen: Wenn nur die Ursache des Absturzes ermittelt wird, dann ist alles nicht mehr so schlimm. Hoffen wir. Und versuchen alles, um bloß nicht in den schwarzen Abgrund der Sinnlosigkeit zu blicken, der sich vor uns aufgetan hat. 

Was wollen, was sollen die Politiker am Unglücksort?

Auch die Politiker sind diesem Aktionismus verfallen. In dem kleinen Örtchen Seyne-les-Alpes trafen sich am Mittwoch Kanzlerin Angela Merkel, der spanische Premier Mariano Rajoy und der französische Präsident François Hollande zum Trauergipfel. Merkel wurde begleitet von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, bereits am Dienstag sind Außenminister Steinmeier und Verkehrsminister Dobrindt für einige Stunden zum Unglücksort aufgebrochen. Bundespräsident Joachim Gauck unterbrach das Programm seiner Südamerika-Reise und schickte eine Videobotschaft an die Hinterbliebenen, weil er es schlicht nicht rechtzeitig zurück geschafft hätte. Aber hätte es nicht auch für alle anderen gereicht, ihrer Anteilnahme aus der Ferne Ausdruck zu verleihen? Dient nicht die persönliche Anwesenheit der Politiker letztlich nur der Eigen-PR? Den Rettungskräften können sie kaum Hilfe leisten, und auch zur Klärung der Ursache werden sie wenig beitragen können. Dennoch wirkt ihre Anreise pietätvoll und selbstverständlich. Und das liegt daran, dass ihr Krisenmanagement kein zupackendes, sondern ein symbolisches ist. Sie sind unsere gewählten Stellvertreter.

Hauptsache, man steht nicht allein am Abgrund

Die Psychologie unterteilt Trauer in mehrere Phasen: Auf den ersten Schock folgt eine Phase des Ringens um Selbstkontrolle angesichts des aus den Fugen geratenen Lebens. Erst später folgt das, was Sigmund Freud einst "Trauerarbeit" nannte, ein allmähliches Begreifen, Verarbeiten und akzeptieren. Von dieser Phase sind die Angehörigen der 4U9525-Passagiere und -Besatzungsmitglieder noch weit entfernt. Vorher kommt die Suche nach Halt und Orientierung, nach Ratio in einem ganz und gar schicksalhaften, irrationalen Akt. Früher, in vorsäkularer Zeit, fand der Trauernde und Traumatisierte Trost in der Transzendenz: Gottes Wirken in die immanente Welt galt als gesichert, also glaubte man den Toten lediglich auf dem Weg in eine andere Existenzform, einem übergeordneten, göttlichen Willen gehorchend. Ein Vorgang, der im Gottesdienst zeremoniell bestaunt und reflektiert wurde. Heute, in unserer von Aufklärung und Rationalität geprägten Welt, übernehmen Massenmedien und das soziale Internet die Funktion des kirchlichen Andachtsraums, Facebook und Twitter sind die Kirchmauer, an der sich öffentliches Wehklagen manifestiert. Die schwarze Kleidung, mit der man einst seine Trauer demonstrierte, ist heute ein Trauerflor am Profilbild.

Am Bedürfnis nach gemeinschaftlicher Bewältigung hat sich jedoch wenig geändert. Zu den wichtigsten Errungenschaften der Zivilisation gehört das Ritual, die Selbstvergewisserung der Werte-Gemeinde mit einer kollektiven Erzählung, sei sie nun religionsstiftender Natur wie die Bibel oder Kulturgut wie ein Theaterstück, eine musikalische Aufführung oder ein Kinofilm. Hauptsache, man steht nicht allein am Abgrund.

Für die Angehörigen der Absturzopfer könnte es daher allein schon eine Hilfe sein, sich zusammen mit den anderen, aus gleichem Grund Trauernden auf eine gemeinsame Reise zu begeben, sie sind das Publikum eines gar nicht makabren, sondern gesellschaftlich notwendigen Trauerspiels. Den Politikern vor Ort kommt der Part der Agierenden zu, sie symbolisieren qua Amt nicht nur die Solidarität ganzer Nationen, sie erzeugen durch ihren Aktionismus auch die Illusion eines Narrativs, wo in Wahrheit das Nichts lauert. Zur ihrer wärmenden, tröstlichen Aufführung bilden wir alle den virtuellen Chor.

Mittwoch, 25.03.2015 Quellen: spiegel online, faz, focus, t-online, welt-de, germanwings

 

Piloten reagierten nicht auf Funk

Das Flugkontrollzentrum habe fünf oder sechs Mal versucht, die Piloten per Funk zu erreichen, doch sie hätten nicht reagiert. Deshalb hätten sie dann automatisch den Notfallalarm für die Maschine ausgerufen. Wie in solchen Fällen üblich, schickte die französische Luftwaffe daraufhin einen in der Stadt Orange stationierten Mirage-Kampfjet, um Kontakt zu der Maschine herzustellen. Vergeblich.

In der ganzen Zeit habe die Crew kein Notsignal abgesetzt, erklärte Royal. Doch das Verhalten des Fliegers habe die Flugsicherung alarmiert, so die Transportministerin weiter. Daher habe man einen Kampfjet zum Germanwings-Flieger hinaufgeschickt, von dessen Pilot man sich nun Informationen erhoffe.

 

2. Germanwings Flugschreiber gefunden – Speicherkarte im Gebirge über Nacht gestohlen?

2. Germanwings Flugschreiber gefunden – Speicherkarte im Gebirge über Nacht gestohlen?

Auf der Pressekonferenz in Frankreich treffen sich gleich alle drei Staatschefs auf einer gemeinsamen Pressekonferenz, was schon sehr merkwürdig ist. Und insbesondere Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Hollande aber auch der spanische Regierungschef Rajoy betonen die enge Verbundenheit der Europäer untereinander.

Die Pressekonferenz begann mit großer Verspätung, was auf Abstimmungsprobleme nach dem Fund des Voicerekorders hindeutet. Die Audio-Daten können ausgelesen werden. Sie wurden aber noch nicht ausgewertet.

Bereits um 9.31 Uhr begann der kontrollierte Sinkflug, der ca 9 Minuten andauerte und dessen Aufzeichnungen um 9.40 Uhr bei einer Höhe von 6175 Fuß bzw ca. 2000 Meter höhe abrupt endete. Spekulationen über den Druckabfall oder  über ein Verstummen der Piloten wollte ein Sprecher der gleichzeitig stattfindenden BEA-Pressekonferenz nicht bestätigen.

Nach Berichten der New York Times wurde auch der Flugschreiber gefunden. Er ist neben dem Stimmenrekorder der 2. wichtige Bestandteil der Blackbox der Flieger, die wichtige Flugdaten aufzeichnen. Allerdings sei der Datenrekorder manipuliert vorgefunden worden und die Speicherkarte sei ( womöglich über Nacht) aus dem Datenrekorder bzw Datenschreiber herausgerissen worden. Sie sei jedenfalls demnach von Unbekannten nach dem Absturz entnommen und entfernt worden.

..official said, by the discovery that the second black box, which was found on Wednesday, was severely damaged, and its memory card dislodged and missing.

..The official said that workers on the scene had found the casing of the second black box, the flight data recorder, which investigators had hoped would provide significant information about the flight, including its speed, altitude and direction. But he said that the crash had severely damaged the box, and that the vital memory chip inside it had been dislodged.

http://www.nytimes.com/2015/03/26/world/europe/germanwings-airbus-crash.html

Aber hier verstricken sich Merkel und Hollande  schon wieder in Widersprüche und möglichen Lügen.

Während der Stimmenrekorder gefunden wurde, hatten die BAE – Luftfahrtuntersuchungsexperten auf ihrer Pressekonferenz den Fund des 2. Flugdatenschreibers bestritten und den Fund geleugnet. Während der Voicerekorder schon am Absturztag um 17 Uhr durch die BEA gefunden wurde, gab es auch in der Nacht noch kein Auffinden des 2. Flugschreibers.

Hollande hatte auf der Pressekonferenz eine dritte Version, wonach die Box des 2. Datenrekorders ebenfalls gefunden worden sei. Aber die Kiste sei leer gewesen und der Rekorder womöglich herausgeschleudert worden.

Der BEA Experte wollte auf der Pressekonferenz jedenfalls auch ein Attentat nicht ausschließen.

Rein spekulativ ist es möglich, dass eine Eingreiftruppe der USA oder Frankreichs in Kooperation mit dem CIA der USA oder dem französischen Geheimdienst diese Speicherkarte über Nacht im Gelände aus dem Flugschreiber entfernte. Ähnlich der Aktion der damals angeblichen Tötung von Osama bin Laden im pakistanischen Abottabat könnte hier über Nacht eine gezielte Militäroperation der Nato im Rahmen einer False Flag-Aktion stattgefunden haben, wenn die Angaben der New York Times stimmen.

Selbst NTV mußte in einem Kommentar zugeben, dass solche Meldungen die Annahme einer nöglichen Konspiration von Geheimdiensten beflügeln. Zudem werden so Erinnerungen an MH 17 wach, dessen Fall des Abschußes durch Militär ebenfalls bis heute medial weitgehend verschleiert werden. Auch bei der Germanwings- Maschine waren zum Zeitpunkt des Absturzes drei Mirage-Kampfjets in der Nähe gesichtet worden.

Hintergrund: Französische Regierung schließt Attentat auf Germanwings-Flieger nicht mehr aus

Es werde zwar in alle Richtungen ermittelt, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve von der Regierung Frankreichs am Mittwoch dem Radiosender RTL. Ein Terroranschlag sei aber nicht die wahrscheinlichste These. Sie sei aber eben auch nicht ausgeschlossen.

Der Flugschreiber wurde mittlerweile leicht beschädigt geborgen.

Das Trümmerfeld wirkt wie nach einer Explosion völlig pulverisiert und es sind nur Kleinteile des Airbus zu erkennen, die sich über eine Strecke der Größe von mehreren Fußballfeldern erstreckt.

Die Wrackteile sähen aus wie Konfetti, berichten andere Rettungskräfte. Das größte Teil, das von der Germanwings-Maschine übrig geblieben sei, sei gerade mal so groß wie die Tür eines Autos. Die meisten Teile viel kleiner. Die Körperteile der Opfer, die bisher gesichtet wurden, seien nicht größer als eine Aktentasche, berichtete die Zeitschrift “Paris Match“. Sie sollen in einem der umliegenden Krankenhäuser identifiziert werden.

Auch der Chef der Lufthansa, dessen Tochter die Germanwings ist, erklärt den Vorfall für “unerklärbar”. Der Flieger war 8 Minusten lang auf einem kontrollierten Sinkflug von 10 000 auf etwa 2000 Meter und hatte dabei auch die Richtung nicht geändert und kein Notsignal abgesetzt.

 

Die Wucht des Aufpralls oder eben eine Explosion durch eine Bombe an Bord oder durch einen Beschuß wie im Falle der MH 17 in der Ukraine  hat die Unglücksmaschine von Germanwings nach Aussage von Rettungskräften in kleinste Trümmer zerbersten lassen. “Alles ist pulverisiert. Man kann nichts mehr auseinanderhalten.

Man sieht nichts, man kann nicht einmal ein Flugzeug darin erkennen”, sagte Feuerwehr-Leutnant Éric Sapet der französischen Zeitung “Le Monde” über den Anblick an der Absturzstelle in den französischen Alpen. Der Lokalpolitiker Richard Bertrand aus dem nahe gelegenen Dorf Vernet sagte: “Das Größte, das ich erkennen konnte, hatte die Größe eines Auto-Kotflügels, nicht größer.”

Im Fall der MH 17 in der Ukraine und im Fall Nemzow waren unsere Leitmedien schnell mit dem Verdacht der Regierungskriminalität zur Hand, so dass auch in diesem Fall Regierungskriminalität – versehentlich oder absichtlich- nicht von vornherein ausgeschlossen werden sollte und die Untersuchungen sollten völlig ergebnisoffen und transparent geführt werden.

Pierre Polizzi besitzt  einen Campingplatz in der Nähe der Absturzstelle  und er sagte der Associated Press, dass er  zwei lange Geräusche- Intervalle zur Zeit des Absturzes des Germanwings-Fliegers hörte.

“Oft gibt es Kampfjets die hier rüber  fliegen , so dass ich dachte, es klang einfach genau so. Ich schaute nach draußen, aber ich konnte keine Kampfflugzeuge sehen”, sagte er. “Der Lärm-Intervall,den ich hörte, war lang – etwa 8 Sekunden lang  – so als ob das Flugzeug langsamer als ein Militärflugzeug fliegen würde. Es gab noch einen zweiten langen Lärm- Intervall, der  etwa 30 Sekunden später folgte..” Das berichtet der US TV Sender CBS.

Der Bürgermeister der nahen Gemeinde Meolans Revel, Thierry Brown, sagt zur AFP-Reporterin Isabelle Malsang, dass zum mutmaßlichen Zeitpunkt des Absturzes drei Mirage-Kampfjets in der Region beobachtet wurden:

„Das einzige, das uns auffiel, war der Überflug von drei Mirage-Kampfjets, die zum mutmaßlichen Zeitpunkt des Absturzes mindestens dreimal vorbeiflogen.“

„Wir sind es gewohnt, täglich einen zu sehen, aber nie so viele gleichzeitig“, so Brown. Mirage-Kampfjets werden in Frankreich gebaut und von der französischen Luftwaffe geflogen. Sie werden von Frankreich aber auch in andere Länder exportiert. Ob es einen Zusammenhang zwischen der Kampfjet-Sichtung und dem Absturz der Germanwings-Maschine gibt, ist unklar. AFP berichtete diese Zeugenaussage.

Weitere Zeugen hörten laut Bild einen „lauten Knall“. Eine Anwohnerin berichtete der Tageszeitung„Le Parisienne“: „Ich habe plötzlich einen lauten Knall gehört.“ Das Flugzeug sei „tiefer geflogen als sonst üblich“, es sei aber „kein Rauch“ zu sehen gewesen.

Der Sprecher des französischen Innenministeriums Pierre-Henry Brandet sagte, dass der Jet  in den Bergen auf einer Höhe von etwa 6550 Meter abstürzte.
 
Vorläufige Radardaten deuten darauf hin, dass die A320 aus gerade erreichter Reiseflughöhe FL380 in einen Sinkflug ging. Acht Minuten später brach der Kontakt ohne vorherigen Notruf auf FL068 ab. ( Aero.de).
 
Im Laufe des Tages wurde zudem bekannt, dass die Teile des Fliegers weit verbreitet über mehrere hundert Meter zu finden und zudem regelrecht “pulverisiert” seien. Das deutet auf ein Verbrechen und auf keinen ganzheitlichen Absturz in einem Stück hin. Demnach ist der Flieger durch Beschuß eines Kampfjets oder durch eine Bombe an Bord zerfetzt worden.
 

Was zunächst Augenzeugen berichteten, bestätigte die französische Regierung inzwischen. Transportministerin Royal erklärte den Medien, dass ein Kampfjet der französischen Luftwaffe zum Airbus A320 aufgestiegen war. Der Pilot dieses Fliegers könnte wichtige Informationen darüber haben, was im Cockpit von Flug 4U9525 vor sich ging.Das Flugkontrollzentrum habe fünf oder sechs Mal versucht, die Piloten per Funk zu erreichen, doch sie hätten nicht reagiert. Deshalb hätten sie dann automatisch den Notfallalarm für die Maschine ausgerufen. Wie in solchen Fällen üblich, schickte die französische Luftwaffe daraufhin einen in der Stadt Orange stationierten Mirage-Kampfjet, um Kontakt zu der Maschine herzustellen. Angeblich vergeblich.

In der ganzen Zeit habe die Crew kein Notsignal abgesetzt, erklärte Royal. Doch das Verhalten des Fliegers habe die Flugsicherung alarmiert, so die Transportministerin weiter. Daher habe man einen Kampfjet zum Germanwings-Flieger hinaufgeschickt, von dessen Pilot man sich nun Informationen erhoffe.
Der Artikel erschien zuerst unter dem Titel “Kampfjet stieg zum Airbus A320 auf” auf “aeroTELEGRAPH“.

Mittwoch, 25.03.2015 Quellen: spiegel online, faz, focus, t-online, welt-de, germanwings

 

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