Copilot flog bewusst in den Tod!?

"Ein unglaublich tragischer Einzelfall"

Authorities said that Lubitz deliberately sent the airliner into a descent and was breathing calmly before the crash.

Die ersten Ermittlungen nach dem Absturz bringen Erschütterndes zutage: Der Copilot der Germanwings-Maschine hat das Flugzeug bewusst zerstört. Die französische Staatsanwaltschaft teilt mit, er habe den Sinkflug eingeleitet und den Piloten absichtlich nicht mehr ins Cockpit gelassen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr ist fassungslos. Unterdessen gibt es neue Angaben zur Herkunft der Todesopfer.

Kein Unfall, sondern ein vorsätzlich herbeigeführter Absturz: Der Copilot hat nach Auffassung der Ermittler bewusst den Sinkflug und die Zerstörung der Germanwings-Maschine in Südfrankreich eingeleitet. Das gehe aus der Auswertung des Stimmenrekorders hervor. "Der Copilot zerstörte das Flugzeug bewusst", sagte der Marseiller Staatsanwalt Brice Robin bei einer Pressekonferenz. Er sei zu diesem Zeitpunkt allein im Cockpit gewesen, der Pilot sei aus der Kabine ausgesperrt gewesen.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr bestätigte bei einer Pressekonferenz die Angaben der Staatsanwaltschaft. Er fügte hinzu, dass der 28-jährige Copilot Andreas Lubitz seinen Kollegen nach derzeitigem Kenntnisstand absichtlich aus dem Cockpit ausgesperrt habe. Spohr sprach von einem "unglaublich tragischen Einzelfall", dessen Motive bislang völlig im Dunkeln lägen. "Wenn jemand 149 andere Menschen mit in den Tod nimmt, ist das für mich ein anderes Wort als Selbstmord."

Spohr sagte weiter, dass kein Sicherheitssystem ein solches Einzelereignis ausschließen könne. Man habe weiterhin volles Vertrauen in die Piloten der Lufthansa und Germanwings. Der Lufthansa-CEO sprach auch über die Ausbildung des Copiloten. Er habe sämtliche vorgesehenen Tests bestanden. Seine Ausbildung habe Lubitz vor sechs Jahren unterbrochen, sie jedoch nach erneuter Eignungsprüfung fortgesetzt. Über die Gründe für die Unterbrechung schwieg der Lufthansa-Chef.

Eine Journalistin sagte bei der Pressekonferenz, es gebe Berichte, dass der Copilot sich schon beim Hinflug "auffällig" verhalten habe. Spohr erwiderte daraufhin, der Konzern habe darüber keine Kenntnis, man werde dem aber nachgehen.

"Man hört die Schreie im letzten Moment"

Zuvor war bereits bekanntgeworden, dass der Lubitz seit etwa eineinhalb Jahren im Dienst von Germanwingsgestanden und zuvor seine Pilotenausbildung an der Lufthansa-Verkehrsfliegerschule in Bremen erhalten hatte.

Wie die Staatsanwaltschaft in Marseille mitteilte, hätten die Passagiere der Germanwings-Maschine den bevorstehenden Absturz erst Sekunden vorher bemerkt. "Die Schreie der Passagiere hört man im allerletzten Moment vor dem Aufprall", erläuterte Staatsanwalt Robin. In den letzten Minuten, bevor der A320 mit 150 Menschen an Bord an einer Felswand zerschellt sei, hätten der ausgesperrte Kapitän und die Crew von außen gegen die Cockpit-Tür gehämmert.

Kapitän absichtlich ausgesperrt

Der Pilot hatte demnach kurz zuvor das Cockpit verlassen, um auf die Toilette zu gehen, und das Kommando seinem Kollegen übergeben. "Man hört, wie der Kapitän den Copiloten bittet, das Steuer zu übernehmen. Dann hört man wie ein Sitz zurückgeschoben wird", fuhr Robin fort. "Man kann davon ausgehen, dass der Pilot hinausgegangen ist und der Copilot am Steuer blieb."

In den ersten 20 Minuten nach dem Start haben sich Pilot und Copilot demnach ganz normal unterhalten, unter anderem über die Landung in Düsseldorf gesprochen. Der Copilot sei dabei jedoch wortkarg und "lakonisch" gewesen.

Nachdem er im Cockpit allein gewesen sei, habe der Copilot das automatische Steuersystem ausgeschaltet und selbständig den Sinkflug eingeleitet, so Robin. Auf dem Rekorder sei zu hören, wie er schwer atme. Der Copilot sei also am Leben gewesen. "Dann hört man ein Klopfen an der Tür ohne Reaktion des Copiloten." Die plausibelste Deutung gehe dahin, dass der Copilot vorsätzlich verhindert habe, dass die Tür geöffnet werde.

Keine Hinweise auf terroristisches Motiv

Auch wenn über die Motive des Mannes noch nichts bekannt ist - Hinweise auf einen terroristischen Anschlag gibt es noch nicht. Robin sagte: "Der Copilot hatte keinen Grund dazu, die Rückkehr des Kapitäns ins Cockpit zu verhindern, nicht auf Funkanfragen zu reagieren und keinen Notruf auszulösen." Der Copilot habe normal geatmet. "Es herrschte absolute Stille, kein Wort." Der Copilot sei offensichtlich bis zum Aufschlag am Leben gewesen.

Zuvor sei zu hören, wie der Tower von Marseille mehrfach versucht, Kontakt mit dem Copiloten aufzunehmen. "Die Fluglotsen fordern dann dazu auf, den Transpondernotruf abzusetzen." Dieser hätte Vorrang bei einer Notlandung bedeutet. Der Tower habe dann noch andere Flugzeuge kontaktiert. "Der Alarm wurde dann ausgelöst, um der Besatzung mitzuteilen, dass das Flugzeug gefährlich nahe am Boden ist." Das Cockpit sei durch "gepanzerte Türen nach internationalen Normen" gesichert gewesen.

Der zweite Flugschreiber sei noch nicht gefunden, sagte Robin weiter. Zuvor hatte er die aus Düsseldorf und Barcelona angereisten Hinterbliebenen der Todesopfer informiert. Die Bergung und Identifizierung der Opfer könne mehrere Wochen dauern.

Copilot war seit 2013 im Dienst

An der Verkehrsfliegerschule Bremen werden Piloten für Reiseflugzeuge ausgebildet.

Der Pilot der abgestürzten Germanwings-Maschine war ein sehr erfahrener Flugkapitän. Wenig bekannt ist bisher aber über seinen Copiloten. Laut Lufthansa war er bis 2013 Fliegerschüler des Mutterkonzerns und wurde in Bremen ausgebildet.

Der Copilot der in Frankreich abgestürzten Germanwings-Maschine ist seit September 2013 für die Fluggesellschaft tätig gewesen. Das sagte eine Lufthansa-Sprecherin auf Anfrage. Er habe 630 Flugstunden absolviert. Vor der Anstellung sei der Mann an der Verkehrsfliegerschule der Lufthansa, der Muttergesellschaft von Germanwings, in Bremen zum Piloten ausgebildet worden.

Nach Angaben aus französischen Ermittlerkreisen war kurz vor dem Absturz einer der beiden Piloten nicht im Cockpit des Flugzeugs. Demnach verließ einer der Männer nach dem Start der Maschine das Cockpit und gelangte später nicht wieder hinein. Die Ermittler beriefen sich auf die ausgewerteten Daten des gefundenen Stimmrekorders.

Die Lufthansa-Sprecherin sagte, sie könne diese Darstellung der Ereignisse weder bestätigen noch dementieren. Dem Unternehmen lägen dazu bislang keine Informationen der zuständigen Behörden vor. In der Nacht hatte Germanwings in einer Pressemitteilung ebenfalls erklärt, bislang keine Behördenangaben zu den berichteten Vorgängen erhalten zu haben.

Der Flugkapitän der Unglücksmaschine war nach früheren Angaben von Germanwings ein sehr erfahrener Pilot. Er hat demnach seit über zehn Jahren für Lufthansa und Germanwings gearbeitet und hatte auf dem A320 mehr als 6000 Flugstunden absolviert.

Erweiterter Suizid

Damit scheint ein Szenario wahrscheinlich, das schon bei anderen Abstürzen eine Rolle gespielt hat. Staatsanwalt Robin nennt es "individuelles Fehlverhalten" und schließt gleichzeitig einen terroristischen Hintergrund aus. Damit ist der einzig mögliche Schluss: L. handelte mit dem Ziel, zu sterben. Und er war bereit, seine Crewmitglieder und alle Passagiere mit in den Tod zu nehmen. Psychologen nennen das einen erweiterten Suizid.

Das kommt durchaus vor, wenn auch selten. Der letzte bestätigte Fall stammt aus dem November 2013. Damals stürzte eine Embraer 190 der Fluggesellschaft Linhas Aéreas de Moçambique (LAM) über Namibia ab. Ein Pilot hatte das Cockpit verlassen und war nicht wieder hineingekommen. Auch hier gehen die Ermittler von "klarer Absicht" aus. Mit der Maschine stürzten 33 Menschen in den Tod. Auch in diesem Fall hatte die Auswertung des Stimmenrekorders die Ermittler auf die Spur des Suizids geführt.

Immer wieder ähnlich ist das Aussperrszenario aus dem Cockpit, in dem die Piloten normalerweise mindestens zu zweit sitzen. Ende Oktober 1999 startete der EgyptAir-Flug 990 von New York nach Kairo. Nach etwa 20 Minuten bat der Copilot darum, die Maschine fliegen zu dürfen. Daraufhin legte der Pilot eine kurze Pause außerhalb des Cockpits ein. Der Copilot schaltete Triebwerke und Autopilot aus, die Boeing 767-366ER ging in einen Sturzflug über. Der Pilot kehrte noch ins Cockpit zurück und versuchte, die Katastrophe abzuwenden. Doch es war bereits zu spät. Das Flugzeug stürzte in den Atlantischen Ozean und riss 217 Menschen in den Tod.

Ermittlung des Umfelds

Dass die Maschine in Selbstmordabsicht zum Absturz gebracht wurde, wird auch im Fall des Flugs MH370 von Malaysian Airlines nach wie vor gemutmaßt. Allerdings haben die Untersuchungen der familiären Hintergründe von Pilot und Copilot bisher keinen unwiderlegbaren Beweis für diese These erbracht. Möglicherweise kann diese Frage erst beantwortet werden, wenn das Flugzeug gefunden ist. Vielleicht bleibt sie aber auch immer unbeantwortet.

Die deutschen Behörden werden nun ihre Ermittlungen auf Andreas L. konzentrieren. Der 28-jährige Copilot war seit 2013 bei Germanwings beschäftigt. Schon als Jugendlicher war er flugbegeistert. Sein Pilotentraining absolvierte er im Ausbildungszentrum der Lufthansa in Bremen. Teil der Ausbildung ist auch die Supervision, um mögliche psychologische Probleme der künftigen Piloten rechtzeitig zu erkennen. Doch genauso wie viele Angehörige nach einem Selbstmord oft vor einem Rätsel stehen, kann auch eine Fluggesellschaft nicht in die Köpfe ihrer Piloten schauen. Und selbst in den letzten Minuten vor dem Aufprall sagte Andreas L. kein Wort.

 

Angela Merkel mit einem kurzen Statement: 

Donnerstag, 26.03.2015, Quelle: N-TV

Kommentare aus dem Netz:

Gerade woanders gelesen. immerhin Insiderwissen.

Ich möchte mir hier, als 15 jähriger Luftfahrtmirarbeiter, den Frust von der Seele schreien... Ich kenne den Airbus A320, A321, A333, A340, A380, A319 in und auswendig.. Ich verstehe hier nicht was die Franzosen und die Medien abziehen und bin gerade am überlegen ob es nicht notwendig wäre eine Klage gegen die Französische Nachrichtenagentur einzureichen. Es stimmt einfach nicht das der Pilot nicht mehr in das Cockpit konnte. Der Türcode ist nicht zum anleuten.. Er ist dafür da um die Türe zum öffnen.. Sowohl Co Pilot und Pilot in Command so wie der Purser können die Türe von außen öffnen.. Die Türe geht nach innen auf.. das heißt selbst bei einer ''rapid decompression'' würde die Türe nach innen aufgehen.. Jedoch kommt es bei einer schnellen Dekompression innerhalt von 8 Sekunden zur bewusstlossigkeit.. Die Funktionen der Türe stehen sogar in den Manuals.. Wie wäre es denn wenn beide rausgehen würden und dann nicht mehr in Cockpit kämen?? Wie wäre es denn wenn die in der früh wenn sie denn Flieger prüfen nicht mehr ins Cockpit kommen weil die Crew am Vortag die Türe zugemacht hatte.. Das ist schon mal ein Beweis.. Und man macht jetzt den Copiloten zum schuldigen.. Das geht so nicht.. Wissen du dummen französischen Froschschenkelfresser denn nicht was sie der Familie des Copiloten antun? Schon allein die Audio Auswertung. Das Klopfgeräsch kann von einem Bruch in der Außenhülle oder der Cockpit scheibe kommen.. Fragen sie jeden Piloten.. Jeder wird Ihnen diese Antwort geben.. Fakt jedoch ist.. Das es bei der Lufthansa, seit dem Carsten Spohr am Ruder ist und sowohl bei der Austrian Airlines, der Status von einer 5 Sterne Airline auf ramsch Niveau fiel.. Die Maintenanceprobleme sind gigantisch.. Die Löhne werden heruntergedrückt.. Und es kommt mehr Arbeit.. Ich weiß viele die sich nicht auskennen sagen dann aber nach einen Flug haben die eh 2 Tage frei.. Dann sollten diese auch mal bedenken wie es ist wenn man 2 mal am Tag in verschiedene Zeitzonen fliegt und wie der Tag danach ist.. Man kann sich nicht mehr bewegen. Fakt ist.. das Carsten Spohr versucht seinen Arsch und Bonus zu Retten in dem er Gewinn vorgibt durch Lohndrückung damit keiner sieht wie scheiße er gearbeitet hat.. Fakt ist das vor dem Start des Germanwingsfluges 2 Crew den Flug verweigert haben wegen Wartungs und Systemproblemen die nicht am Vortag sondern schon die Monate davor waren.. Fakt ist.. Das der französchische Luftraum der am schlechtesten geregelte ist.. Ich habe täglich mit Flugrouten zu tun.. Die Route die der Flieger geflogen ist wird mit Flightlevel vorgegeben.. Da gibt es in dieser Region und der Nordregion Richtung Frankreich immer Probleme... ICH UNTERSTELLE JETZT HIER OFFIZIEL DER FRANZÖSCHISCH AIR TRAFFIC CONTROLL das sie wie jeden Tag schwere Fehler machen ihren Luftraum nicht unter Kontrolle haben und der Crew eine Zuweisung der falschen Flight Level vorgegeben haben.. Sie können sich gerne auf ppprune.org (meine Anmerkung: "dieser Link ist bereits tod" Ende meiner Anmerkung) einem weltweiten Pilot und Maintenanceforum alles durchlesen. (FB)

Kommt mir alles sehr komisch vor:

Fakt 1: Der Pilot hat die Reiseflughöhe erreicht, auf Autopilot geschaltet und ist aufs Klo gegangen. Kein Problem...
Fakt 2: Der Sinkflug hat volle 8 Minuten gedauert. Den hat der Pilot auf dem Klo SOFORT bemerkt, wus
ste also, sein 28jähriger Co-Pilot hat den Autopiloten ausgeschaltet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der dann noch fünf Minuten aufm Klo sitzen geblieben ist nach dem Motto : Wird schon seine Richtigkeit haben, was der da tut.
Fakt 3: Die Cockpit- Tür soll von innen verriegelt gewesen sein. Möglich... Jedoch (heute Mittag von einem Luftfahrtexperten in der 12:00- Tagesschau auf ARD (vielleicht etwas zu vorschnell) erläutert): Jede verriegelte Cockpit- Tür wird nach Eingabe eines Codes von aussen, den die komplette Crew kennt, nach 30 Sekunden für ein Zeitfenster von 5 Sekunden zwangsentriegelt. Diese Sicherheitsmassnahme MUSS sein für den Fall, dass ein Pilot alleine im Cockpit ist und hinter verriegelter Tür einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder sonst etwas erleidet und die Tür nicht selbständig entriegeln kann.
Fakt 4: von Fakt 3 wussten Pilot und Co-Pilot. Wenn ich nun suizidale Absichten hätte und weiß, da kann mir jemand binnen zwei Minuten zwischenfunken (Weg vom Klo + Code-Eingabe + 30sek.Wartezeit) bringe ich so einen Flieger sofort in den Sturzflug, leite aber keinen kontrollierten Sinkflug ein...
So, wie sie uns den Tathergang schildern, wäre es möglich gewesen, wenn der Co-Pilot den Flieger im Sturzflug nach unten gebracht hätte, dann hätte das ganze etwa 2 Minuten gedauert, wir reden hier aber von einem Zeitfenster von 8 (!) Minuten!
So leid es mir tut, ich akzeptiere das so nicht, mir kommt es vor, als wird der Co-Pilot zum Bauernopfer gemacht und da ist einfach etwas ganz anderes geschehen, was die Öffentlichkeit nach Möglichkeit nicht erfahren soll...

[17:15] Leserkommentar-DE:

Zu dem Schreiber von 16:00 Uhr und seiner Frage, warum er ausgerechnet heute den MSM glauben solle. Nein, ganz bestimmt nicht. Es gibt da viel zu viele Ungereimtheiten. Z.B. hinterlassen Menschen, die einen Selbstmord planen, in der Regel Abschiedsbriefe. Was davon gehört? Islamische Attentäter pflegen kurz vor ihrem Tod Allah zu preisen mit dem bekannten Ausruf, dass Gott groß ist. Gerne möglichst medienwirksam. Angeblich hat der Co-Pilot aber kein einziges Wort mehr gesagt, nachdem der Pilot den Raum verlassen hatte. Wirklich? Vielleicht war es ja nicht nur auf dem Stimmrecorder, sondern wurde über Funk gesagt? Er könnte es auch in die Kabine gerufen haben, was die Panik zum Schluss erklären würde, weil den Menschen da wohl klargeworden ist, was passiert. Angeblich sollten andere Flugzeuge die GW Maschine ebenfalls ansprechen. Da hätte es in dem Moment doch so eine Art Rundruf gegeben, oder? Und alle Flugzeuge in der Nähe konnten mithören? Warum war der Staatsanwalt so sauer darüber, dass er einige Informationen zu kurzfristig erhalten hatte? Hat man ihm im letzten Moment gesagt, dass er lügen soll? Warum ist die Facebook-Seite gelöscht worden - und in wessen Auftrag? Normalerweise hat man erhebliche Schwierigkeiten, die Facebookseite eines Verstorbenen löschen zu lassen. Komisch, dass das so schnell ging.

Dann erwähnte der Staatsanwalt ein merkwürdes Geräusch vor dem Aufprall, als wenn die Maschine schon den Berg "ein wenig" gestreift hätte. Oder als ob auf das Flugzeug geschossen wurde? Wobei das an dieser Stelle eigentlich keinen Sinn mehr gemacht hätte, die Maschine war eh verloren. Man hat uns eben nicht alles gesagt, auch nicht alles, was auf der Tonaufzeichnung war.

Vermutlich ist auch ein Allahu Akbar drauf. Weil dieser Copilot auf islamistischen Websites als Konvertit und "Held" genannt wird, müssen wir annehmen, dass dieses Attentat über viele Jahre aufgebaut wurde - von den selben Leuten, die hinter ISIS stecken. Man wird garantiert noch veröffentlichen, dass das ein islamistisches Attentat war. Dann ist die Hölle los.WE.

 

Geschehen am Rande der Ermittlungen

Ihr Gesicht ist tränennass, die Frau weint, schluchzt, muss von einem Begleiter gestützt werden und wird rasch in einen abgeschirmten Bereich des Düsseldorfer Airports geführt.

Rund 20 Menschen warten im Ankunftsbereich, als ihre Vorfreude auf das Wiedersehen ihrer Lieben und die Ankunft von Flug 4U 9525 aus Barcelona in fürchterliches Entsetzen umschlägt.

15 Notfall-Seelsorger eilen herbei, betreuen sie, abgeschirmt vor neugierigen Blicken in einer VIP-Lounge, vor der gegen 14.00 Uhr ein Notarztwagen vorfährt. Der Flughafen hat einen Krisenstab eingerichtet. Sanitäter verschwinden in der Lounge.

„Wir kontaktieren jetzt die übrigen Angehörigen“, sagt ein Lufthansa-Sprecher. „Das ist ein schwarzer Tag für die Luftfahrt.“ Immer wieder müssen die Helfer eintreffende Angehörige in den gesicherten Bereich führen und ihnen „in der vermutlich schwärzesten Stunde ihres Lebens“ beistehen, wie Airportsprecher Thomas Kötter sagt.

Am frühen Mittwochmorgen gegen 0.25 Uhr landete dann mit großer Verspätung wieder ein Flug aus Barcelona in Düsseldorf. Unter den Passagieren ist auch die Spanierin Angeles Sala. Sie hatte überlegt, den Unfall-Flug vom Morgen zu nehmen - sich dann aber dagegen entschieden, weil dieser ihr zu früh war. „Und jetzt bin ich froh“, sagt sie. Im Flugzeug sei es verhältnismäßig ruhig gewesen. Man habe versucht, das Thema Absturz zu vermeiden. „Die Leute wollten nicht über das sprechen, die Leute waren ruhig“, erzählt sie.

Noch immer ist die Stimmung am Flughafen gedrückt, die Szenen des Nachmittags präsent: Verweinte Augen, versteinerte Mienen, blankes Entsetzen. Ein Polizist nutzt seine Mütze als Sichtschutz vor Kameraobjektiven.

Etwas weiter wartet Jutta Lüdtke-Enking aus Düsseldorf mit rosa Blumen in der Hand und blass im Gesicht, auf ihre Schwestern, die in einem anderen Flieger aus Mallorca sitzen: „Ich bin die Strecke Barcelona-Düsseldorf mit Germanwings selbst oft geflogen. Da fehlen einem die Worte. Schrecklich.“

Die Airport-Helfer des Krisenstabs tragen blaue Westen mit der Aufschrift „Airport Care Team“. Vor dem Eingang der Lounge wird eilig ein weißer Sichtschutz aufgebaut.

Die Inhaberin einer Werbeagentur wartet in der Nähe auf einen Kunden und stellt sich die bohrende Frage: „Ist irgendjemand aus dem Bekanntenkreis gerade in Barcelona?“ Zum Glück müsse sie heute nicht selbst fliegen, sagt sie.

Gegen 11.30 Uhr sei die Nachricht am Airport eingetroffen, dass Flug 4U 9525 über den französischen Alpen vom Radar verschwunden ist, berichtet der Airport-Sprecher. Auf den Ankunftstafeln ist der Flug noch lange angezeigt. Ohne Ankunftszeit, ohne Nummer für den Ausgang der Passagiere und ohne Hinweis auf seinen Verbleib.

Ein Stockwerk höher, in der Abflughalle, wissen viele Gäste gar nichts von der Katastrophe. Aber sie spricht sich schnell herum: „Was?“, fragt eine Frau aus Duisburg ungläubig. Eine Rentnerin wartet auf ihren Flug nach Mallorca. Die Nachricht habe sie schon schockiert. Fliegen werde sie trotzdem, sagt sie und verschränkt die Arme.

Am Schalter von Lufthansa und Germanwings sind die Mienen der Mitarbeiter ernst. „Wir haben selbst aus den Nachrichten davon erfahren“, sagt eine Mitarbeiterin.

Donnerstag, 26.03.2015 Quelle: epochetimes

 

Pilotengewerkschaft: Germanwings-Absturz noch längst nicht geklärt

Die Pilotengewerkschaft Cockpit hat vor voreiligen Rückschlüssen aus der vorläufigen Auswertung des Sprachrekorders der abgestürzten Germanwings-Maschine gewarnt. Gemäß den Ausführungen der französischen Ermittlungsbehörden habe der Kapitän das Cockpit verlassen und der Copilot danach bewusst einen Sinkflug eingeleitet - warum er dies gemacht habe, bleibe aber unklar, ebenso wie die Frage, warum der Copilot später nicht mehr reagiert habe. Ebenso gäben die Ausführungen der Behörden noch keine abschließende Erklärung, warum der Kapitän später keinen Zutritt mehr in das Cockpit erlangen konnte, so die Gewerkschaft in einer Erklärung am Donnerstagabend.

Um hierauf Antworten zu finden, müsse zügig auch der Flugdatenschreiber gefunden und ausgewertet werden. "Wir dürfen keine voreiligen Schlüsse auf der Basis von unvollständigen Informationen ziehen. Erst nach Auswertung aller Quellen werden wir wissen, was die Gründe für diesen tragischen Unfall gewesen sind", sagte Ilja Schulz, Präsident der Vereinigung Cockpit. Cockpit warnte zudem davor, vorschnell Maßnahmen als Folge aus dem Unglück zu ergreifen. Nach dem Abschluss der Untersuchungen müssten Behörden, Fluggesellschaften und Piloten gemeinsam geeignete allgemeingültige Verfahren erarbeiten, um vergleichbare Tragödien zukünftig möglichst zu verhindern. Damit stellt sich die Gewerkschaft vorläufig gegen die in der Medienöffentlichkeit verbreitete Meinung, der Copilot habe Selbstmord begangen und 149 Menschen absichtlich mit in den Tod gerissen.

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