2 Stunden Demo und Randale in Frankfurt am Main

Hunderte Festnahmen bei Blockupy

Bei den gewalttätigen Blockupy-Protesten vor dem EZB-Neubau in Frankfurt hat es am Mittwochmorgen Dutzende Verletzte auf beiden Seiten gegeben. Rund 350 Demonstranten wurden festgesetzt. Zuvor waren Polizeiautos in Flammen aufgegangen. 

Bei den Zusammenstößen zwischen Blockupy-Aktivisten und Polizei gab es am Mittwochmorgen nach Polizeiangaben Dutzende verletzte Beamte. Zudem seien rund 350 Demonstranten festgenommen worden. Sie hätten zuvor an verschiedenen Stellen der Stadt Straftaten begangen und randaliert, sagte eine Polizeisprecherin. Ein Sprecher des Blockupy-Bündnisses berichtete, beim Einsatz von Wasserwerfern, Tränengas und Schlagstöcken durch die Polizei seien viele Demonstranten verletzt worden. 


Die Polizei war massiv gegen die Protestierenden vorgegangen, nachdem im Umkreis des abgesicherten EZB-Geländes mehrere Brände gelegt worden waren. Aus der Menge der Demonstranten wurden Steine und Böller gegen Wasserwerfer geworfen.

Die Beamten hatten zuvor Wasserwerfer gegen die Demonstranten eingesetzt. "Ausschreitungen machten den Wasserwerfereinsatz erforderlich", twitterte die Frankfurter Polizei. Es seien insgesamt sieben Polizeiwagen angezündet worden, sagte eine Polizeisprecherin. 


Im Frankfurter Ostend, wo die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Sitz hat, gab es kaum eine Straßenkreuzung, an der nicht Mülltonnen, Autoreifen oder Fahrzeuge brannten. Die Feuerwehr hatte es schwer, an die Einsatzorte zu gelangen. "Bitte lasst unsere Einsatzkräfte in Ruhe und ihre Arbeit machen!", appellierte die Feuerwehr über Twitter. Gewalttätige Demonstranten hatten auch Feuerwehr und Straßenbahnen mit Steinen beworfen.

 

Trotz Krawallen: Polizei sieht sich gewappnet

In der Nähe der Alten Oper in der Innenstadt waren zuvor bereits Polizeibeamte von Demonstranten mit Steinen beworfen worden. Es habe an mehreren Stellen Angriffe auf Polizisten gegeben. Trotz der Ausschreitungen am Morgen sieht sich die Polizei den Protesten am Tag der Eröffnung der neuen EZB-Zentrale gewachsen. "Die Atmosphäre ist aggressiv", sagte Polizeisprecherin Claudia Rogalski. Die Einsatzkräfte hätten bereits im Vorfeld mit gewalttätigen Ausschreitungen gerechnet. "Unsere Planungen sind natürlich darauf abgestellt und wir auch mit ausreichend Kräften in der Stadt", sagte sie. 

Das Blockupy-Bündnis kritisierte derweil das Vorgehen der Frankfurter Polizei nach den Ausschreitungen. Die Polizei habe Teile der Demo angegriffen, sagte Blockupy-Sprecher Hendrik Wester. "Das ist nicht so, wie wir von Blockupy den Tag geplant haben. Aber man muss auch feststellen, dass offensichtlich das Bürgerkriegsszenario, was die Polizei da aufgemacht hat, (...) von vielen Leuten als Herausforderung und als Provokation begriffen 
worden ist." Das Bündnis hoffe aber, dass die Lage nicht weiter eskaliere.
 
10.000 Demonstranten erwartet
Das Blockupy-Bündnis erwartet im Laufe des Tages mindestens 10.000 Demonstranten. In der gesamten Stadt kommt es wegen der Demonstrationen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, auch im Nahverkehr. 

Am Vormittag will Blockupy mit Blockaden die Feier zur Eröffnung des neuen EZB-Baus stören oder verhindern. Um die EZB zu schützen, hat die Polizei eine Sperrzone mit Gittern und Stacheldraht errichtet. Die Polizei betont, Deutschland habe sich vertraglich verpflichtet, den Betrieb der EZB jederzeit zu ermöglichen. 

Für den Mittag ist in Frankfurt zunächst eine Demonstration des DGB Richtung EZB geplant. Um 14 Uhr soll eine dreistündige Kundgebung auf dem Römerberg beginnen. Von hier zieht ab 17 Uhr eine Demonstration durch die Innenstadt zum Opernplatz. Dort endet schließlich das offizielle Blockupy-Programm. 

Das Blockupy-Bündnis hatte in den Tagen vor dem Protest betont, es wolle einen lauten, bunten, aber friedlichen Protest. Dies schließt nach Auffassung von Blockupy allerdings auch Blockaden ein. Die Polizei warnte schon im Vorfeld vor zu Gewalt entschlossenen Gruppen unter den Aktivisten aus dem In- und Ausland.
 
Autos angezündet, Eisenstifte ausgelegt
In der Nacht war es in der Frankfurter Innenstadt größtenteils ruhig geblieben. Allerdings kam es im Westend zu Sachbeschädigungen. Vier Autos wurden angezündet, auf einer Straße wurden Eisenspitzen ausgelegt. 
 

http://www.spiegel.de/fotostrecke/proteste-ezb-eroeffnung-blockupy-in-frankfurt-fotos-fotostrecke-124842-8.html

VIDEOSAMLUNG

 

phoenix

es sind natürlich auch viele "Clowns" unterwegs an der EZB Frankfurt

 

euronews (deutsch)

 

N24 NEWS

https://www.facebook.com/video.php?v=10153210997568115

 

Polizei Frankfurt auf #Twitter

https://twitter.com/Polizei_Ffm/status/578160253193363456

 

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