Wieder Hassprediger in Al-Nur-Moschee

04 Februar 2015

Ein islamischer Gastprediger der Berliner Al-Nur-Moschee in Neukölln stellt klar, dass Frauen sich nie dem Sex mit ihrem Mann verweigern und ohne dessen Erlaubnis nicht das Haus verlassen dürfen. Die Innenverwaltung erwägt ein Verbot des Moscheevereins. Verwirrend jedoch die Tatsache, dass der Verein seit Jahren unbehelligt Hassprediger und „Stars aus der salafistischen Szene” sprechen lassen kann.

"Eine Ehefrau darf zum Sex mit ihrem Mann nicht Nein sagen". Korankonforme Aussagen des "Hasspredigers" Abdel Moez al-Eila in der Berliner Al-Nur-Moschee  (Bild: Printscreen Mermi-TV; Rechte: siehe Link)

“Eine Ehefrau darf zum Sex mit ihrem Mann nicht Nein sagen”. Korankonforme Aussagen des “Hasspredigers” Abdel Moez al-Eila in der Berliner Al-Nur-Moschee (Bild: Printscreen Memri-TV; Rechte: siehe Link)

Der aus Ägypten stammende Imam Sheikh Abdel Moez al-Eila konnte in der Berliner Al-Nur-Moschee ungehindert seine mittelalterlichen Ansichtigen über die Behandlung von Frauen freien Lauf lassen. Im Januar soll al-Eila beim Freitagsgebet in der Neuköllner Moschee gesagt haben, eine Frau dürfe sich dem Sex mit ihrem Mann nie verweigern und auch das Haus nicht ohne seine Erlaubnis verlassen.

Innensenator fordert „Selbstreinigungskräfte”

Innensenator Frank Henkel (CDU) bezeichnete die durchaus richtige Wiedergabe des islamischen Frauenverständnisses, wie sie in den Hadithen niedergelegt ist, als „abstoßend und eine Zumutung für jeden klar denkenden Menschen”. Eine so finstere religiöse Ideologie, die Frauen herabwürdige, „passt nicht in unsere Gesellschaft“. Die islamischen Gemeinden dürften die Predigt nicht stillschweigend hinnehmen und müssten ihre „Selbstreinigungskräfte“ beweisen, teilte der Senator am Dienstag laut Tagesspiegel mit.

Die muslimische Gemeindeleitung hat augenscheinlich kein Problem mit den Aussagen des Predigers. Video-Mitschnitte von früheren Predigten Al-Eilas waren am Dienstagabend weiterhin über die Website des Moscheevereins zu finden. Auch „Memri” zeigt solche. In der RBB-Abendschau wurde von einem Moschee-Vertreter lapidar entgegen gehalten, dass der Prediger missverstanden worden sei. Er habe Tipps für eine Ehe ohne Probleme geben wollen, es sei keine Hasspredigt gegen Frauen gewesen. Am Ende des Artikel die Übersetzung der in arabisch gehaltenen Predigt.

Diese Art von Islam gehört nicht zu Deutschland

Der für Sicherheitsfragen zuständige Staatssekretär Bernd Krömer (CDU) verkündigte, dass „diese Art des Islam gewiss nicht zu Deutschland gehöre“. Solche Äußerungen seien „nicht einmal in der späten Steinzeit zu verorten“, geschweige denn im 21. Jahrhundert. Allerdings seien sie strafrechtlich wohl nicht zu ahnden.

Der Ägypter, der noch bis Ende Februar in der Moschee predigen soll, sei den Berliner Sicherheitsbehörden noch nicht aufgefallen. Sollte sich jedoch der Eindruck verdichten, dass in der Moschee verfassungsfeindliche Ziele propagiert würden, fasse die Senatsverwaltung auch ein Vereinsverbot ins Auge, so der Staatssekretär. Verbote von Vereinen seinen jedoch in Deutschland schwer durchsetzen, so Krömer weiter und verwies auf die Pflicht der Gemeinde zu einem „Selbstklärungsprozess“.

Seit Jahren unbehelligt

Neu oder gar ein Einzelfall, wie es der Staatssekretär Krömer darzustellen versucht, ist indes der Vorfall keinesfalls. Wie blu-News berichtete, gilt die Al-Nur-Moschee in Neukölln seit langem als Anziehungspunkt für radikale Muslime und war mehrfach schon im den Fokus der Kritik geraten. Mitte letzten Jahres veröffentlichte ebenfalls Memri-TV – eine Organisation zur Beobachtung islamischer Medien des Nahen Osten – einen Videomitschnitt, indem der Prediger Abu Bilal Ismail Allah in der Neuköllner Al-Nur-Moschee unter anderem zionistische Juden als „Schlächter des Propheten” bezeichnete.

Diese würden in Gaza Blut vergießen, Kinder töten und Frauen zu Witwen machen. Der islamische Prediger steigert sich in seiner Hasspredigt schließlich dahingehend, dass er wünschte, Allah möge die israelischen Angreifer zählen und bis zum allerletzten Mann töten und keinen einzigen verschonen. Streng islamische Gastprediger wie Bilal Philips und Pierre Vogel konnten in  ihrer Predigt Homosexualität zur „Todsünde“ erklären. Ex-Rapper Denis Cuspert, der mittlerweile für den IS kämpft, war regelmäßiger Besucher der Moschee. Der durch die öffentlich-rechtliche Diskussionssendung  „Güther Jauch” bekannt gewordene  „Quassel-Imam” Abdul Adhim Kamouss vertrat ähnliche Auffassungen zum islamgetreuen Verhalten von Frauen. Auch er predigte regelmäßig in der Al-Nur-Moschee. Zwischenzeitlich hat der Vorstand der Moschee sich aufgrund des negativen Medienrummels vom Imam getrennt. Kamouss, vom Verfassungsschutz seit Jahren beobachtet, solle solche Auftritte in der Öffentlichkeit zukünftig unterlassen, so die Zurechtweisung der Moschee-Verantwortlichen.  Zum jüngsten Vorfall hielt sich die Leitung der Al-Nur-Moschee bedeckt.

Auf die geforderten „Selbstreinigungskräften“ setzt man seitens der politisch Verantwortlichen seit Jahren anscheinend vergebens. (BS)

FOCUS Online hat die von Memri gewählten Auszüge der Predigt von Scheich Abdel Moez al-Eila ins Deutsche übersetzt:

 „Die meisten (Ehe-)Probleme sind folgendermaßen: ‚Als ich sie geheiratet habe, war sie schön und dünn. Sie sagte mir nette Sachen. Jetzt ist sie voller Fett und Knochen und sie hat ein trübsinniges Gesicht. Wenn ich sie ansehe, erinnert sie mich – Gott sei mir gnädig – an Satan selbst. Ich wünschte, ich müsste nie nach Hause gehen. Ich wünschte, ich müsste sie nie mehr sehen.‘

Warum ist das so? Weil Du Deine Augen frei umherschweifen lässt. Manche Männer sagen: ‚Meine Frau hat nicht so viel Schönheit abbekommen wie die Frauen, die ich im Fernsehen sehe.‘ Die Frauen im TV räkeln sich wie Schlangen. Im Fernsehen kannst Du sehen, wie eine Frau nackt raus geht. Ihre Brust, ihr Nacken, ihre Arme und sogar ihre Schenkel, wenn Du das möchtest. Von allen kann sie nackt gesehen werden. Sie räkelt und windet sich und spricht vulgär. Ein Mann denkt automatisch: ‚Das ist mein Frauentyp.‘

Gott behüte! Was willst Du von so einer Frau? Magst Du die Art, wie sie sich bewegt? Was magst Du an ihr? Du kannst solche Frauen aufsuchen. Es gibt viele Geschichten. Aber solche Frauen geben sich niemals mit einem Ehemann zufrieden. Sie heiratet einen, zwei, drei oder sogar vier Männer. Wann immer ihr ein Mann gefällt, heiratet sie ihn. Sie tut das, die Frau. Möchtest Du, dass Deine Ehefrau so ist? Natürlich nicht! Das ganze Problem begann damit, dass Du Deine Augen umherschweifen ließt, anstatt mit dem zufrieden zu sein, was Allah Dir gab.
Andererseits: Eine Frau muss sich hübsch machen. Sie muss ihr Heim in einen blühenden Garten für ihren Mann verwandeln, damit er vor ihr nicht wie vor einem Leprakranken oder einem Löwen flieht. Denn wie wir im Fernsehen und auf der Straße sehen können: Männer sind der Verführung ausgesetzt.

Der Prophet Mohammed hat dies gemeint, als er sagte: ‚Wenn einem von Euch eine Frau gefällt, die er sieht, passiert folgendes: Ein Mann geht die Straße hinunter und sieht eine Frau, die ihn erregt. Der Prophet Mohammed sagte ihm daraufhin, er solle mit seiner Frau schlafen. Er solle schnell nach Hause gehen und Sex mit seiner Frau haben. Dann werde Allah den Drang sofort von seinem Herzen nehmen.
Doch ach, wenn er nach Hause geht, trifft er dort seinen Dämon von Frau. Was soll ein Mann also tun? Wenn er seiner Frau sagt, dass sie ins Bett kommen soll, sagt sie, dass sie beschäftigt sei.

Eine Frau darf niemanden in das Haus ihres Ehemanns hinein lassen, ohne seine Erlaubnis. Sie darf nicht ohne seine Erlaubnis aus seinem Haus herausgehen. Und unter keinen Umständen darf sie außerhalb seines Hauses schlafen – nicht einmal im Haus ihres Vaters – ohne seine Erlaubnis.
Außerdem darf sie niemals ohne seine Erlaubnis einen Job annehmen. Das ist ein großes Problem in der (deutschen) Gesellschaft, in der wir leben. Eine Frau darf ohne die Erlaubnis ihres Mannes keine Arbeit bekommen. Wenn er ihr erlaubt, einen Job anzunehmen, dann geschieht das, weil er milde zu ihr war.

Denn grundsätzlich gilt: Eine Frau sollte an das Haus ihres Mannes gebunden sein. Sie sollte im Haus bleiben und ihre Zeit und ihre Mühen der Pflege ihrer Kinder und ihres Mannes widmen. Sie sollte kochen, den Boden wischen, aufräumen und sich um ihren Mann, die Söhne und die Töchter kümmern.

Darüber hinaus darf eine Frau sich nicht weigern, mit ihrem Mann zu schlafen. Es ist ihr nicht gestattet, Entschuldigungen und Ausreden vorzubringen. Wie Abu Hureira und andere erzählen, hat der Prophet Mohammed gesagt, dass, wenn ein Mann seine Frau ins Bett ruft und sie sich weigert – „Komm her! Ich will Dich!“ – sie aber weigert sich und legt sich schlafen, dann verfluchen die Engel sie solange, bis sie aufwacht. Und wenn eine Frau zum Schlafen vom Bett ihres Ehemannes weggeht, werden die Engel sie verfluchen, bis sie aufwacht.

Eine Frau darf nicht „Nein“ sagen, es gibt keine Ausrede. Nicht einmal, wenn sie ihre Tage hat. Selbst wenn eine Frau ihre Tage hat, gibt es nichts, was ihren Ehemann daran hindern könnte, ihren Körper für seine Lust zu benutzen – solange er ihre Vagina meidet. Sie legt einen Lendenschurz über ihre Vagina, und er kann ihren Körper weiter genießen. Aisha sagte, dass der Prophet Mohammed immer einen Lendenschurz über ihre Vagina warf, und dann würde er den Rest ihres Körpers für sein Vergnügen nutzen. Wie kann ein Mann seine menstruierende Frau genießen? Nun, Du hast ihren ganzen Körper, außer Vagina und Anus. Es ist erlaubt.

Aber die Frau sagt: „Nein, ich habe meine Tage.“ Nein! Wo soll der Mann sonst hingehen?

Quelle: http://www.blu-news.org/

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