Zündschnur: Schwarzes Meer

Russland und die Nato starten parallel Militärmanöver

In Russland ist am Donnerstag ein militärisches Großmanöver angelaufen. Vor allem im Süden des Landes und sogar auf der Krim soll bis zum 10. April geübt werden. Auch die Nato begann mit einem Flottenmanöver im Schwarzen Meer.

Das russische Militär hat ein Großmanöver gestartet, in dem auch die von Moskau annektiert Krim einbezogen ist. Die Flugabwehrübungen mit mehr als 2000 Soldaten würden bis zum 10. April andauern, teilte das Verteidigungsministerium am Donnerstag in Moskau mit. Die Gefechtsübungen seien vor allem im Süden Russlands sowie im Nordkaukasus-Distrikt geplant. Eingebunden seien neben der Halbinsel Krim auch Militärstützpunkte in Armenien und Georgien.

Auch die Nato startete Manöver in der Nähe der Ukraine. Das westliche Militärbündnis sandte eine Flotte ins Schwarze Meer, die mit Schiffen der bulgarischen, rumänischen und türkischen Marine ein Übungen begann. Der regulär geplante Einsatz solle eine Botschaft der Beruhigung an die Verbündeten in der Region senden, sagte ein Nato-Sprecher. Geübt werden solle unter anderem die Abwehr von Angriffen aus der Luft sowie durch U-Boote oder kleine Schiffe.

Angespanntes Verhältnis

Die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland sind wegen der Ukraine-Krise angespannt. Dort gilt seit Februar eine Waffenruhe, die jedoch brüchig ist. Russland wirft den Westen vor, seinen Einflussbereich auch auf die Ukraine ausdehnen zu wollen und warnt vor einer Mitgliedschaft des Landes in der Nato.

Aus Sicht der EU und der USA stellt sich Russland dagegen gegen den Wunsch der Mehrheit der ukrainischen Bevölkerung nach einer Westorientierung. Zudem betreibe Russland die Destabilisierung der Regierung in Kiew, indem es prorussische Separatisten im Osten des Landes unterstütze. Die Regierung in Moskau weist dies zurück.

Manöver, Schwarzes Meer, Russland, NATO

Im Schwarzen Meer üben Schiffe der Nato die Abwehr von Luftangriffen feindlicher Flugzeuge. Mehrere russische Kampfjets haben das ausgenutzt: Sie überflogen zwei Nato-Schiffe, um Luftaufklärung zu üben - und gerieten dabei in die Reichweite der Abwehrsysteme.

Russische Kampfflugzeuge vom Typ Su-30 und Jagdbomber vom Typ Su-24 haben im Schwarzen Meer zwei Schiffe der Nato benutzt, um Angriffsszenarien zu proben.

Demnach sagte ein Mitarbeiter des Marinestützpunktes in Sewastopol, dass die Schiffsbesatzung „ohne Zweifel Übungen durchführt, Luftangriffe unserer Flugzeuge abzuwehren. Das gibt unseren Piloten die Möglichkeit, Erfahrungen im Manövrieren und Ausführen von Luftaufklärung zu sammeln. Und zwar inner- und außerhalb der Reichweite der Abwehrsysteme der Nato-Schiffe.“

Flugzeuge überwachen Bewegung der Schiffe

Es wird berichtet, dass die Flugzeuge auch die Bewegung der zwei Schiffe überwachen. Am Dienstag hätten drei Su-30 Jets und vier Su-24 Bomber die Schiffe überflogen.

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