Ölpreisverfall zur Kriegsvorbereitung?

Seit Monaten können sich Verbraucher über fallende Sprit- und Heizkosten freuen. Doch der Schein trügt – findet hier ein geplanter Angriff mit blutigem Ausgang statt?

Rohstoffanalysten und Verfechter der Theorie des globalen Erdölfördermaximums geraten seit geraumer Zeit in Erklärungsnot. War bisweilen davon auszugehen, dass der Ölpreis weiter ansteigen wird, zeigt sich an den Zapfsäulen ein anderes Bild. Doch was verbirgt sich hinter dem Preisverfall?

In den letzten Jahren sprachen einige Rohstoffexperten davon, dass es ab 2015 zu einer Verknappung fossiler Energieträger kommen würde, ausgelöst durch die schrumpfenden Vorräte und der steigenden Nachfrage. Insbesondere der asiatische Raum wurde als größter Konkurrent angesehen. Seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts fanden unzählige Ressourcenkriege statt, die hauptsächlich als „Kriege gegen den Terror“ inszeniert wurden. Medial erschaffene Feindbilder vom bärtigen Kopftuchträger schürten die Angst vor neuen Anschlägen in der westlichen Welt. Die Rechtfertigungsgrundlage für eine Kaskade von Angriffskriegen war geboren. Spätfolgen dieser medialen Gehirnwäsche trieb Anhänger islamfeindlicher Protestbewegungen auch Jahre nach dem überzeichneten Feindbild auf die Straßen. Die Wurzeln dieser humanitären Flüchtlingskatastrophe wurden allerdings totgeschwiegen. Ohne die militärischen Interventionskriege in Nah-Ost, dem Verkauf von Waffen in Krisenregionen und dem medial aufbereiteten Feindbild, wären islamkritische Demonstrationen heutzutage wohl undenkbar.

Bei näherer Betrachtung stellt man fest, dass sich der ursprüngliche Auslöser auf die Erdölabhängigkeit rohstoffarmer Industriestaaten zurückführen lässt. So darf man nicht vergessen, welche Auswirkungen der inszenierte Ölpreisverfall auf die neuen Schurkenstaaten hat. Während sich Verbraucher und Chemiekonzerne über billigen Nachschub freuen, findet eine massive Abwertung von Fremdwährungen in Ländern statt, die direkt vom Ölexport abhängen. Nach der Etablierung der SPIMEX in St. Petersburg ist demzufolge auch der Rubel davon betroffen. Doch wie lässt sich erklären, dass nach jahrzehntelangen Ressourcenkriegen nun ein ungewöhnlich starker Preisverfall auf dem Ölmarkt stattfindet?

Die Gründe dafür stehen in einem geopolitischen “Skript” festgeschrieben. Dieses Dokument dient den Eliten als Drehbuch für eine Vielzahl von Maßnahmen, die global getroffen werden, um bestimmte Interessen durchzusetzen. Jedes Kapitel gibt die jeweilige Länderpolitik beteiligter Staaten vor. Auf großen Konferenzen (Stichwort: „Bilderberger“) bekommen Politiker, Journalisten und weitere Entscheidungsträger vorgekaut, welche Schritte für die Umsetzung der Ziele nötig sind. Der Umsturz in der Ukraine, die Nachbesetzung mit linientreuen Staatsmännern und die Annäherung an EU / NATO waren geplante Kapitel, die sich parallel zum Ölpreisverfall abspielten. Einer der Hauptprotagonisten in dem Skript war Putin, dessen antikapitalistisches Staatsprogramm den erpresserischen Methoden der transatlantischen Mineralölkonzerne seit jeher im Wege stand.

Fällt der Ölpreis, verliert auch der Rubel massiv an Wert. Andere unliebsame Regierungen wie Venezuela sind ebenfalls davon betroffen. Fraglich bleibt, welchen Ausgang dieses strategische Schachspiel am Ende nehmen wird. Der Fracking-Boom in den USA kann garantiert nicht der alleinige Auslöser für diesen Preisverfall sein. Diese Technologie gleicht einer kurzfristigen Selbstzerstörung. Felder werden verseucht und für die Landwirtschaft unbrauchbar gemacht, um einen kapitalintensiven Tropfen Öl auf dem heißen Stein zu fördern. Denn anders als bei konventionellen Fördertechniken, wie sie Russland und Saudi-Arabien betreiben, ist Fracking nur von kurzweiligem Erfolg geprägt. Hier werden die letzten Erdöl- bzw. Erdgasreste unter Zuhilfenahme von giftigen Chemikalien aus dem Boden gepresst und Unsummen für ein kränkelndes Wirtschaftsmodell verschwendet, das längst der Steinzeit angehört. Diese Erkenntnis verhalf auch vielen Investoren bei der Entscheidung, ihr Kapital aus diesem schmutzigen Geschäft abzuziehen. Dem Drehbuch zufolge, erschien eine Ausbeutung russischer Ressourcen ohne Störfaktor Putin hingegen als erstrebenswert.

Wahrscheinlicher für den Preisverfall ist die Überschwemmung mit staatlichen Ölvorräten, die in großen Tanks als Notfallreserven schlummern. Durch die Verhängung westlicher Sanktionen und gezielten Preisabsprachen verbündeter Ölstaaten ließe sich Russlands Staatshaushalt somit gezielt ruinieren. Nun bleibt abzuwarten, ob der Ölpreis dauerhaft auf diesem manipulierten Preisniveau verharren wird. Vielleicht lanciert die Elite auch eine globale Verknappung mit anschließender Preisexplosion. Denkbar wäre auch die Vorbereitung auf ein militärisches Szenario. Viele Anzeichen deuten leider schon jetzt darauf hin. Kriege werden schließlich nicht nur um Öl geführt, Öl ist auch der Treibstoff solcher Kriege. Günstige Benzin-, Diesel- und Kerosinpreise könnten damit im ungünstigsten Fall zum Brandbeschleuniger eines sibirischen Raubzugs werden.

In Kombination mit der Verlegung von NATO-Truppen an die Ostgrenzen Europas, dem Kriegsgeschrei des Bundespräsidenten und einer Annäherung der Ukraine an das westliche Militärbündnis, tun sich beunruhigende Abgründe auf. Viele Ereignisse in der Weltpolitik überschlagen sich derzeit. So ist die Annäherung der USA an Kuba auch eine gute Strategie, um die geplante Spionagezentrale Russlands zu unterbinden. Ungern möchte man dem neuen Kriegsgegner unmittelbar vor der eigenen Haustür begegnen. Wozu gibt es schließlich Europa?

Quellennachweis:

http://www.peak-oil.com/2011/11/internationale-energieagentur-warnt-vor-olkrise-ab-2015/
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/krisenregion-osteuropa/rohstoffboerse-spimex-russland-will-sein-erdoel-in-rubel-handeln-1815925.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Bilderberg-Konferenz
http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-01/muenchner-sicherheitskonferenz-gauck-rede-deutsche-aussenpolitik
http://www.welt.de/politik/deutschland/article135709059/Moskau-prophezeit-Eskalation-durch-Kiews-Nato-Plan.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/rubel-krise-in-russland-wolfgang-muenchau-ueber-drohende-staatspleite-a-1009886.html
http://www.welt.de/finanzen/article125747936/USA-zapfen-Oelreserve-erstmals-seit-24-Jahren-an.html
http://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/aktuelles/archiv/2014/dezember/1203muenster.html
http://de.ria.ru/politics/20141223/270261430.html
http://de.ria.ru/zeitungen/20141217/270224714.html
http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-07/horchposten-russland-usa-havanna
http://www.taz.de/!151499/

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